Torsten Hartmann

Rewind Woche 47

Gerade fällt mir auf, dass dieses Blog gar keine Datumsangaben in die Links der Beiträge schreibt. Das bedeutet, dass ich die Nomenklatur meiner Wochenrückblicke im nächsten Jahr eindeutiger definieren muss. Gut, dass ich dafür noch einen Monat Zeit habe.

Lessons in Chemistry

Wir haben diese Apple TV+ Serie beendet und fanden sie extrem großartig. Tolle Schauspieler, wahnsinnig gute Sets und eine sehr traurige, aber immer auch wieder schöne Geschichte. Siri, schreib Taschentücher auf die Einkaufsliste. Die hier sind alle.

Meg 2: The Trench

Die Leidenschaft unserer Tochter ist Haifilme. Bevorzugt solche, in denen Badegäste verspeist werden. Mittlerweile ist die Auswahl noch nicht geschauter Titel sehr dünn geworden, was uns zu Meg 2 bringt. Überreden lassen mussten wir uns nicht, denn wenn Jason Statham mit seiner sexy Stimme mitmacht, ist uns die Handlung fast egal. Und so richtig schlimm war es nicht. Herrlich überdrehte Action und verspielte Badeunfälle mit prähistorischen Monstern, die alles fressen, was weniger Gage als Jason Statham hat.

Kamiwaza

Dass ich folgenden Zeilen über das Spiel Kamiwaza schreiben kann, bedeutet, dass ich (noch) nicht an dem Herzinfarkt gestorben bin, den ich beim Endkampf beinahe erlitten hätte. Es ist ein Drama, aber ich habe mich schon sehr lange nicht mehr so extrem bei einem Spiel aufgeregt. Und das bei einem Titel, den ich in meiner Favoritenliste führe! Warum!? Nun, mein Favorit Kamiwaza um den Meisterdieb Ebizô, der für seine kranke Ziehtochter Geld von den Reichen stiehlt, war das Originalspiel, damals auf der PlayStation 2. Es war nicht perfekt. Kein Spiel von Acquire war das je. Ich liebe sie aber trotzdem und habe sie hunderte Stunden gespielt. Vor allem Kamiwaza. Dass die Bosskämpfe eine peinliche Zumutung waren, war mir damals egal. Die tollen Ideen im restlichen Spiel, die teilweise ihrer Zeit voraus waren, haben das ausgeglichen. Es gab schon eine dynamische kleine Welt, in der sich das Aufkommen der örtlichen Polizei dynamisch auf die Orte verteilte, die ich die Nacht zuvor überfallen habe. Klaute ich zu viel Reis der Bewohner wurden diese mir, dem noch unbekannten Dieb gegenüber, unsolidarisch und schlugen sich auf die Seite der Polizei. Und wenn ich nicht aufgepasst habe, und wie so ein Katamari alles aufgesammelt habe, was gerade irgendwo rumliegt und dabei gesehen wurde, ähnelte mir die Fahndungszeichnung mit der Zeit immer mehr. Dem kann ich entgegenarbeiten, indem ich diese Zeichnungen wieder abreiße, wie es zum Beispiel ins aktuelle Assassin's Creed Mirage übernommen wurde. Alles super, aber die Bosskämpfe zusammen mit der schlechten Kamera und der semi-optimalen Bildrate waren schlimm. Aber es war eine andere Zeit und teilweise sogar noch normal. 2023 ist es das nicht mehr, weshalb es schon eine richtige Frechheit ist, das Spiel einfach unangetastet für einen relativ hohen Preis so auf den Markt zu bringen. Leider bin ich jetzt sehr froh, diesen Titel endlich wieder zu den Akten legen zu können. Auch wenn noch drei alternative Enden offen sind. Meine Ärztin würde es mir eh verbieten.

The Invincible

Dieses Spiel wollte ja nicht mehr von mir gespielt werden und zwang das Steam Deck an einer bestimmten Stelle so sehr in die Knie, dass dieses sich komplett verabschiedete. Aber wenn ich eins bin, dann hartnäckig. Also ging ich das Ganze mit meinem Knowledge als Spieleentwickler an und analysierte das Problem entsprechend. Es war eine Lichtquelle, durch die Sand und Staub fiel. Ich schätze, dass hier einfach zu viele Partikel zusammen mit dem Shader die Rechenpower aufbrauchten. Also habe ich mich angeschlichen und in dem Moment, als der Sand und die Bildrate fiel, die Kamera weggedreht und mich wieder entfernt. Mein Plan ging auf. Es war zum Glück nur eine einmalige Animation, die danach nicht mehr getriggert wurde und ich konnte weiterspielen. Optimal ist das nicht, aber gut. Auch der Rest des Spiels entpuppte sich mehr und mehr als Tortur. Ich berichtete ja schon, dass gerade das Walking in diesem Walking Simulator eher schwach umgesetzt wurde. Und auch sonst streckte sich die Geschichte sehr zäh auf über acht Stunden und das Ende kam dagegen sehr plötzlich und abrupt. Wahrscheinlich war es nicht das beste Ende von mehreren Möglichkeiten, aber einen Satz zu sagen und danach direkt die Credits rollen zu lassen fand ich jetzt sehr enttäuschend.

Odin Sphere

Für den Rest des Jahres habe ich neben Muramasa auch wieder Odin Sphere rausgekramt und war direkt wieder drin. Meine Fresse ist dieses Spiel schön. Ich weiß gar nicht, ob ich es je mit alle Figuren durchgespielt habe, aber das ist meine langfristiges Zeil für dieses und das nächste Jahr. Aus Erfahrung weiß ich, dass Pausen dort eine gute Idee sind, weil ich ja immer die selben Orte besuche, nur eben mit verschiedenen Helden und aus verschiedenen Blickwinkeln. Aber Bock habe ich. Mal sehen.

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