Torsten Hartmann

Rewind Woche 29

Zeit für den Wochenrückblick, den ich im feinsten Angelsächsisch einfach mal Rewind genannt habe. Schaltet auch nächste Woche wieder ein, um zu sehen, ob mir das im Nachhinein doch zu peinlich war.

The Afterparty

Die zweite Staffel von The Afterparty auf Apple TV+ hatte eine tolle Noir Folge mit Paul Walter Hauser, der in Black Bird so gruselig gut war und hier mal auf der gegenüberliegenden Seite des Spektrums zeigt, dass er auch sehr witzig sein kann. Insgesamt hat auch die zweite Staffel wieder ein hohes Niveau.

Oppenheimer

Barbenheimer ist gestartet, mich interessiert aber nur Oppenheimer. Und meine Fresse ist der Filme eine (sorry, aber ich kann einfach nicht anders) ... Bombe! 180 Minuten sind mir zwar einfach zu lang für knarzende Kinosessel, aber es hat sich gelohnt. Audiovisuell absolut beeindruckend vor allem dank Göranssons grandiosem Soundtrack und dem kurzweiligen mitunter sehr überraschenden Schnitt. Und dann diese wunderbare letzte Szene, die den Film so perfekt enden lässt. Großartig.

Spiele

Gun Trails, ein Bullet Hell Shoot'em-up, ist endlich für das Playdate erschienen und es ist genau das, was ich mir davon versprochen habe: bockschwer. Naja. Vielleicht ist der kleine gelbe Handheld jetzt nicht unbedingt die Plattform der Wahl für Spiele, die höchste Präzision verlangen, aber das is mir egal: ein Bullet Hell Shoot'em-up für das Playdate, ey!

Ansonsten wieder nur die üblichen Verdächtigen: Der Daily Ride Lonely Mountains Downhill und die tägliche Tracht Prügel in Sifu. Zu anderen Spielen kann ich mich momentan nicht aufraffen. Vielleicht ist das ja schon die Vorfreude auf Starfield? Ich habe den Kurzurlaub dafür sicherheitshalber schon mal eingereicht.

Bücher

Ich habe London Rules, das fünfte Buch der Slough House Reihe gelesen, auf der die großartige Apple TV+ Serie Slow Horses mit Gary Oldman basiert und ich kann damit weiterhin nicht aufhören. Das hatte ich schon länger nicht mehr.
Auch toll: Der dritte Teil der Assassinen Trilogie von Kotaro Isaka (Bullet Train ist Teil zwei) wurde übersetzt. Zumindest schon mal ins Englische. Er erscheint im November und ich freue mich da sehr drauf.

Technik

Nach sechs Jahren wird das iPhone 8 Plus meiner Tochter im September diesen Jahres nicht mehr von der dann kommenden iOS Version unterstützt. Das ist nicht schön, aber in Ordnung. Sechs Jahre sind für ein Smartphone ja ungefähr 60 Menschenjahre. In einer besseren Welt kaufen wir nur einmal im Leben einen Taschencomputer, wie etwa in Becky Chambers toller Monk & Robot Buchreihe. Aber im Solar Punk ist der Kapitalismus ja auch meist schon zusammengebrochen. Und weil ein neues iPhone einrichten ja auch immer mit Arbeit verbunden ist (Spoiler: ist es nicht), habe ich mich bereiterklärt diese Hürde auf mich zu nehmen und habe meiner Tochter einfach mein iPhone SE 2022 vererbt. Selbstloser Familienvater, der ich bin.

Spaß beiseite: Ich wollte dieses Jahr kein neues iPhone kaufen. Ich vergaß dabei aber wohl, dass noch ein Telefon mit einstelliger Versionsnummer im familiären Netzwerk unterwegs ist. Verdammt. Aber: Ich habe die wiederhergestellten iPhones in der Apple Store App gefunden und bin glücklich. Ein recyceltes Stück Technik, ein frischer Akku, zwölf Monate Garantie und wenn was ist, kann ich es im Apple Store auf die Genius Bar knallen. Damit kann ich leben und schlug zu.

Plot Twist: Drei Tage später war mir klar, dass ich lieber ein iPhone Mini hätte kaufen sollen. Ich finde große Smartphones leider immer noch sehr unhandlich. Also habe ich kurzer Hand mit meiner Tochter getauscht, die ihr Glück nicht fassen konnte und nun habe ich wieder mein iPhone SE 2022 zurück. Selbstlos. Sage ich doch.

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