Torsten Hartmann

Rewind 2024-06

Letzte Woche um diese Zeit ist bei mir eine schöne Grippe mit Fieber und allem ausgebrochen, was dazu führte, dass ich direkt mein Journal ausfallen lassen musste. Hätte ich nicht gebraucht (und nervt auch nach einer Woche immer noch), aber hey. Hier jetzt der Versuch, mich wieder in meinen normalen Tagesablauf zu integrieren 😷

Ich habe (neben Daily Rides in Lonely Mountains: Downhill) nach wie vor nicht wirklich gespielt und stattdessen weiter an meinen eigenen Spielen gebastelt. Eins davon habe ich sogar endlich fertig gestellt. 144 Floors findet ihr hier und es basiert auf der ATV+ Show SILO. Viel Spaß beim Pakete austragen. Derweil arbeite ich weiter an meiner tiny Space Sim und auch die nähert sich langsam aber sicher ihrer Fertigstellung.

Gestern Nacht habe ich kurz nochmal in Gunbrella reingeschaut und konnte dort etwas Land gut machen. Das hätte ich gar nicht mehr für möglich gehalten. 30 Minuten später kam aber schon die nächste sehr schwere Stelle und ich denke, es war eine gute Idee, mir das für eine andere Zeit aufzuheben.

Im Zuge des Next Fests auf Steam habe ich mir die Demo zu Star Trucker angeschaut und die ist wirklich all das, was ich mir von einem Spiel dieser Art wünsche. Es gibt Defizite, wie der sehr hohe Schwierigkeitsgrad und einer fehlenden Möglichkeit in der Demo zu speichern, aber was dort abgeht, zeigt schon, dass es wahr werden kann: Klobige Sattelzüge im Weltraum, eine Prise Shipbreaker Vibes beim Reparieren derselben in der Schwerelosigkeit und Andockmanöver über extra Kameras. Das hat was und macht richtig Bock. Die Demo hat leider viel zu hohe Strafen, die schon bei kleinsten Fehlern fällig werden, aber klar, das ist noch nicht ausbalanciert und ich mache mir wenig Sorgen, dass sich das nicht noch einrenkt. Das wird gut!

Die nächste richtig gute Demo ist die zu Children of the Sun. Ein Art Sniper Puzzle mit verstörender Devolver Optik, bei der ich eine Patrone von einem Ziel zum nächsten lenken muss. Auch hier kann ich es gar nicht abwarten, endlich das fertig Spiel zu erleben. Neben Star Trucker ist dieser Titel jetzt das für mich meist erwartete Spiel des Jahres.

Ausgeknockt auf dem Sofa habe ich die Woche dann immerhin ein paar Filme und Serien geschaut. Testo, eine kurze Serie über einen Banküberfall von und mit Kida Ramadan in der ARD Mediathek war interessant aber mir unterm Strich leider etwas zu plump. Da gefiel mir 60 Minutes auf Netflix schon besser. Ein MMA Kämpfer hat 60 Minuten Zeit, von Wedding nach Neukölln zum Geburtstag seiner Tochter zu kommen, oder er droht das Sorgerecht für sie zu verlieren. Schöne Dynamik, tolle Bilder und Schauspieler*innen, die ihre Dialoge souverän ohne die übliche Portion Cringe rüberbringen können. Verrückt.

Das war dann auch bei Im Westen Nichts Neues, ebenfalls auf Netflix gesehen, der Fall, aber Deutsche zu Kriegszeiten konnten deutsche Schauspieler ja immer schon sehr gut spielen. Muss in der DNS liegen. Der Film ist wirklich außergewöhnlich gut inszeniert. Vielleicht hätte es eine Schippe weniger Drama auch getan, denn am Ende hatte auch ich das Gefühl, dass man hier unbedingt die Akademie beeindrucken wollte.

Ansonsten ließ ich mir von David Chang leckere Gerichte vorkochen, die er in seiner Netflix Live Serie Dinner Time Live with David Chang jeweils Mittwochs zwei Gäst*innen kredenzt. Das Prinzip mochte ich schon bei Mario Batali im Munchies Kanal von Vice, bevor der sein (und andere) Leben kaputtgemacht hat. Kann man super gucken und vielleicht habe ich diese Woche auch einen gekauften Donut mit Zuckerguss für 30 Sekunden bei 600 Watt in die Mikrowelle gestellt und danach mit Vanilleeis gegessen. Ich kann das sehr empfehlen!

Schon in der vorangegangenen Woche haben wir uns Interstellar in der 70mm Fassung im örtlichen Astorkino gegeben. Ich muss allerdings zugeben, dass die Erfahrung jetzt eher so semi-optimal war. Vielleicht bin ich ja mittlerweile doch zu sehr verwöhnt vom digitalen Kino. Die Unruhe im sehr dunklen Bild, der knarzende und leider auch arg übersteuerte Ton waren sicherlich Probleme auf Seiten des Kinos aber nein, dann doch lieber zu Hause auf dem Sofa mit scharfem Bild und klarem Audio. Immerhin: Bei der Airdock Szene hat es mich ob dem überlauten sehr kurzem Knall beinahe aus dem Sessel geworfen. Das war gut.

Ansonsten schauen wir weiter True Detective und studieren wie schon bei A Murder at the End of the World dabei die Winterjacken, mit denen es sich offenbar in solchen Gefilden drehen und leben lässt. Die nächste Eiszeit könnte ja schneller da sein, als uns lieb wäre 🥶

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