Torsten Hartmann

Rewind 2024-01

Neues Jahr, neue Nomenklatur. Hübsch ist es nicht, aber mehr geht gerade nicht. Mal schauen, ob mir noch was Besseres einfällt.

Mein Airpods Pro Case

Eine nette kleine Geschichte vorweg: Mir ist das AirPods Pro Case bei der Fahrt zur Arbeit aus der Jackentasche gefallen. Pro Tipp: Wenn Dinge aus Taschen rausfallen, sind es keine guten Taschen. Hab ich auch bei zwei Hosen, sobald ich mich hinsetze und ich verstehe es einfach nicht. Wir haben nicht vor 12.000 Jahren gelernt mit Werkzeug umzugehen, damit wir uns jetzt Dekotaschen an Hosen nähen, weil es so hübsch aussieht, ey! Nun. Zwölf Kilometer später, bei der Ankunft im Büro hab ich es dann gemerkt. Hier dürft ihr jetzt raten, welche Meldung ich vor einen Monat abgeschaltet habe, weil es mich nervte, wenn ich mal ohne AirPods kurz das Haus verlassen habe. Genau.

Dank der App Wo-ist hatte ich direkt eine einigermaßen genaue Positionsangabe und siehe da: Das Case lag ziemlich genau vor der Haustür meines Kollegen, an dessen Haus ich auf dem Weg zur Arbeit vorbeifahre. Der hatte glücklicherweise Home Office und sicherte das Case. Es lebe der Fortschritt wichtiger Dinge. Nehmt das, ihr nutzlosen Taschen zur Zierde!

The Class of '09

Wir haben diese Serie auf Disney+ angefangen und sind gehookt. Es gibt Parallelen zu Bodies, denn auch diese Geschichte wird in drei Zeitepochen erzählt. Im Gegensatz zu Bodies hat es hier aber Brian Tyree Henry und der wird mehr und mehr mein Lieblingsschauspieler mit wunderbar vielen Facetten.

Grand Knights History

Das erste große Highlight dieses Jahres ist für mich dieses Spiel, das ich erst entdeckte, als ich in einer ruhigen Minute mal auf Wikipedia nachschauen wollte, was es eigentlich noch für Vanillaware Spiele gibt, die ich noch nicht gespielt habe. Dort las ich dann von Grand Knights History, das es nur für die PSP und nur in Japan gab. Doof. Also suchte ich umgehend in DuckDuckGo nach einem möglichen englischen Patch. Und siehe da: Den gibt es tatsächlich!

Zwanzig Minuten später lief Grand Knights History mit englischen Texten auf meinem Steam Deck und ich sollte es erst einige Stunden später wieder ausmachen. Das Spiel ist großartig! Die gewohnt wunderschöne Grafik ist wieder ein Traum und der Spielablauf so genau meins. Auf einer Weltkarte bewege ich meine aus vier Mitgliedern bestehende Truppe von einer Quest zur nächsten und werde dort zufällig mit verschiedenen Ereignissen konfrontiert. Bei Kämpfen schaltet das Spiel in eine schöne Seitenansicht mit übertrieben gewölbtem Horizont, was wirklich toll aussieht. Dort werden sich dann rundenbasiert Schwerter, Pfeile, Kugeln und Magie um die spitzen Ohren geschlagen.

Sehr gut: Das Ganze wird nur selten und dann auch nur mit einer Handvoll Sätzen unterbrochen. Keine langen Einspieler, keine Unterbrechungen. Nur Kämpfe. Genau das, was ich gerade möchte. Und das ist nur der Single Player. Über Umwege, die ich mir nicht näher angeschaut habe, funktioniert sogar noch der Online Modus, was wohl der eigentliche Fokus des Titels war. Dort können dann die trainierten Ritter*innen aus dem Single Player Modus gegen andere Spieler antreten. Interessant. Gestern hat mich dann der erste dicke Boss so richtig zerlegt. Mal sehen, ob ich nächste Woche auch noch in so hohen Tönen von Grand Knights History schwärme.

13 Sentinels

Wir bleiben bei Vanillaware. Denn ich habe in schön langen Sitzungen auch weiter 13 Sentinels gespielt. Dort scheine ich mich langsam aber sicher dem Finale zu nähern. Und das ist schon sehr spannend. Die Art und Weise mit der die Figuren verbunden sind ist wirklich faszinierend. Ich würde gerne mal die Tafel sehen, auf der das Storyboard mit vier Kilometer rotem Faden die Verbindungen markiert. Ein Titel, den ich unbedingt fertig haben möchte, wenn dieses Jahr das neue Vanillaware Spiel aufschlägt. Sollte machbar sein.

Far Cry 6

Das ist ja nicht die Art Spiel, die ich normalerweise spiele, aber es war im Game Pass und das Setting klang für mich sehr vielversprechend. Interessant: Wir haben erst kürzlich das neue Assassin's Creed gespielt und uns dabei gewundert, wie ungeschliffen das nach so vielen Teilen immer noch wirkte. Far Cry 6 hingegen fühlt sich technisch rundum perfekt optimiert an. Es tut schon ein wenig weh, wenn man sieht, wie gut dieses Spiel in 60 Bildern pro Sekunde auf der Series S läuft, während sich Starfield dort so derbe einen abbricht, dass man dessen Engine des öfteren gerne mal mit der gemoddeten Equinox von ihrem Leiden erlösen möchte.

Natürlich spiele ich Far Cry so, wie ich alle Open World Spiele konsumiere: abseits der Story. Ich habe mir einen Weg quer durchs ganze Land erobert, um dann bei laufendem Radio mit Autopilot dabei zuzusehen, wie die Protagonistin 20 Minuten lang diesen Weg in dieser wunderschönen Umgebung entlang fährt. Gebt mir Fetch Quests und Lieferaufträge und ich würde dieses Jahr nichts anderes mehr spielen.

Fae Farm

Frau Donswelt war mit While the Iron is Hot soweit durch (große Empfehlung von ihr!) und spielt jetzt Fae Farm auf der Switch und wenn ich mir das so anschaue, scheint sich der etwas hohe Preis wirklich gelohnt zu haben. Es macht wohl nicht viel neu, aber das was es tut, macht es richtig und ist optimiert. Ich werde weiter berichten.

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