Torsten Hartmann

Prodeus

Wer Lust auf eine kleine Zeitreise in die Welt der First Person Shooter zu Zeiten von Pentium 133 Rechnern hat, sollte schleunigst den Game Pass aufrufen und dort Prodeus laden. Diese herrliche Hommage an Spiele wie Quake, die optional und ganz traditionell mit bauklotzgroßen Pixeln gespielt werden kann (und sollte), hat mich die letzten Tage wunderbar unterhalten.

Bis an die Zähne bewaffnet schießt ihr euch hier mit Shotgun, Maschinengewehren und Raketenwerfern durch Horden von Lovecraftschen Monstern, die in der Chaos Dimension nun ja, Chaos verursachen. Von den verpixelten Gegnern über das kantige Leveldesign bis hin zu den gewollt ruckelnden Animationen beim Nachladen beschwört Prodeus an allen Ecken und Enden die Neunziger herauf. Aber, und das ist der feine Unterschied: Technisch absolut auf der Höhe der Zeit, dank butterweicher, exakter Handhabung.

Da das hier so gar nicht mehr mein Genre ist, hatte ich diesen Titel nicht auf dem Schirm und freute mich dann umso mehr, als er mich derart fesselte. Das liegt natürlich auch daran, dass ich mich als Schlüpfer auf dem leichtesten aller Schwierigkeitsgrade wie ein heißes Messer in der Butter durch die Gegnermassen ballern durfte.

Genau das richtige für mich.

#spiel