Torsten Hartmann

Nochmal Lonely Mountains: Downhill

Screenshot: Ein Radfahrer sitzt auf einem Stein und beobachtet sein Rad, das an einem anderen Stein lehnt.

Meine Beziehung zu Lonely Mountains Downhill nach mittlerweile zwei Jahren ist wohl am ehesten als ein Auf und Ab zu beschreiben. Ich liebe die Optik, die reduzierten Soundeffekte und das einmalig gute Spielgefühl. Es könnte perfekt sein. Wäre da nicht dieser verkrampfte Charakter des Spiels elitär bockschwer zu sein. Fortschritt geht immer einher mit knappen Zeitlimits oder der Vorgabe maximaler Stürze pro Strecke. Das ist natürlich eine rein subjektive Erfahrung und mit langsam aber sicher in die Tage gekommenen Reflexen ist das halt auch nicht mehr ganz so einfach. Außer man ist Teenager wie meine Tochter, die bei Lonely Mountains wie eine Bergziege auf dem Rad die Berge runterspringt, ohne das ihr was passiert. What sorcery is this!?

Aber ich habe meinen Frieden mit dem Spiel geschlossen. Dank der Daily Rides. Tägliche Herausforderungen, die auf leicht veränderten Strecken des Hauptspiels stattfinden und diese mit wechselnden Parametern etwas abwechslungsreicher gestalten. Ich liebs, denn um hier zu bestehen, muss ich nicht rechtzeitig ankommen und kann so oft stürzen, wie ich will. Am Ende stört das nur meine Platzierung und Punktzahl. Und das ist mir egal, denn früher oder später schalte ich auch auf diese Weise tolle kosmetische Gegenstände für Rad und Reiter:In frei.

Natürlich bin ich da zwei Jahre und 19 Seasons zu spät und wahrscheinlich hört es bei meinem Glück nächsten Monat auf, aber hey, vielleicht auch nicht.

Aktuell besteht ein Teil des Tages für meine Tochter und mich jedenfalls daraus, auf dem Steam Deck (bisschen lauter Lüfter), der Switch (ruckelt leider etwas und ist nicht ganz so schön) und der Xbox Series S (perfekt!) nacheinander den Daily Run zu absolvieren.

Und nein, ich bereue nicht, es mittlerweile drei Mal gekauft zu haben (Natürlich nicht. Nur zweimal, denn es ist ja im Xbox Game Pass!).

#spiel