Torsten Hartmann

No Man's Sky auf der Switch

In der linken Hälfte steht ein Gek Alien im Sonnenuntergang. Es ist nur der Oberkörper und der Kopf zu erkennen. Der Himmel ist gelb und verstaubt. Der braune Boden wirkt karg und nur vereinzelt sind kleine Pflanzen zu sehen

Gerade fiel mir auf, dass ich doch echt noch kein Texthäppchen über No Man's Sky auf der Switch geschrieben habe 😱. Das geht ja gar nicht. So ein Zufall, dass ich diese Woche eine beachtliche Summe an Stunden in eben diesem Spiel auf eben dieser Konsole verbracht habe. Na sowas!

Dass es No Man's Sky überhaupt auf der kleinen Hybridkonsole gibt, und ich denke, da sind wir uns alle einig, grenzt an ein kleines Wunder. Während andere Weltraumsimulationen nicht mal mehr auf Xbox und PlayStation weiterentwickelt werden, weil die olle Jurassic Park Lizenz ja so viel wichtiger ist (Schande über dich und deine Kuh, Frontier!), liefern Hello Games in regelmäßigen Abständen so krass ab, dass man sich langsam fragen muss, wo ein so kleines Team die Zeit und das Geld für all das hernimmt. Und dann kommt noch Sean Murrays Tiefstapelei dazu, wenn er erklärt, dass ein kleines Team die Switchversion eher so nebenbei gemacht hat. Während in regelmäßigen Abständen weiterhin neue Updates herausgebracht werden. Es ist einfach bemerkenswert.

No Man's Sky auf der Switch gewinnt natürlich keinen Schönheitswettbewerb. Das ist keine Überraschung. No Man's Sky auf der Switch hat auch sehr lange Ladezeiten. Beim Starten und bei jedem Systemwechsel. Auch das ist nicht verwunderlich. Aber sonst ist eigentlich alles da. Und das ist schon ein wenig verrückt. Gut, es gibt keinen Multiplayer, aber ich persönlich halte das ja für mehr als zu verschmerzen. Hatten wir damals zum Launch auch nicht und es war trotzdem großartig. Da ist man auch noch manuell durch die Galaxie geflogen, anhand von Koordinaten aus einem Excel Skript, nur um dann gemeinsam an einem Ort zu sein, ohne sich überhaupt über den Weg laufen zu können. Es war einmalig.

Ein Gek neben einem Raumschiff. Es ist das Ur-Schiff von No Man's Sky, die Rasamama S36. Sie ist rotbraun. Im Hintergrund ist die untere Hälfte eines Mondes über dem Horizont zu erkennen. Rechts ist ein Teil eines Planetenrings zu sehen. Der Boden ist schneebedeckt und in blaues Licht gehüllt.

Jetzt fragt ihr euch natürlich, warum jemand, der No Man's Sky auf der PS5, der Xbox Series S und auf dem Steam Deck besitzt sich so etwas überhaupt antut. Und auch noch stundenlang. Natürlich ist es der Handheld Aspekt. Sogar nur der, denn auf einem 55er TV sind die Pixel schon zum Anfassen groß. Aber mobil und am besten noch auf einer Switch Lite ist es einfach toll. Nicht so groß wie das Deck und damit viel leichter im Handgepäck unterzubringen. Es ist sehr leise. Den Lüfter der Switch höre ich auch dann nicht, wenn mein Schiff in die Atmosphäre eines Planeten taucht. Und keine meiner Switch Konsolen riecht nach Lötzinn, haha.

Natürlich ist die Bildrate auf der Switch nicht stabil. Bei dem was dieses Spiel im Sekundentakt leisten muss, kann das auch gar nicht sein. Und ich bin ehrlich: Eine nicht geringe Anzahl an SpielerInnen würde beim Anblick von No Man's Sky auf der Switch einfach wegrennen und es als unspielbar abstempeln. Auf einem dicht bewachsenen Planeten neben einem Archivgebäude kann ich diese Aussage sogar unterschreiben. Dennoch ist es eine technische Meisterleistung und ich glaube das ist ein nicht unwesentlicher Grund, warum es mich schon sehr lange fesselt.

Es ist aber halt auch immer noch No Man's Sky, das beste Spiel der Welt.

Zum Schluss habe ich noch ein schönes Raumschiff gefunden, das ihr euch in dem System kaufen könnt, dessen Glyphen unten links eingeblendet sind. Wir lesen uns dann im nächsten Texthäppchen: "No Man's Sky auf dem Mac". Hoffentlich bald.

Ein gelbes Raumschiff in einer Raumstation. Um das Heck ist ein Alcubierre Ring gebaut. Die Nase ist metallisch grau.

#noMansSky #spiel