Warum tue ich mich eigentlich so schwer mit Animes? Als dezent japanophiler Nerd sollte man doch eigentlich schon begeistert sein, wenn die Augen der Akteure größer sind als deren Hände. Ist bei mir aber nicht so. Ich finde auch die oft damit einhergehenden J-Pop Soundtracks genau so belanglos wie deutschen, englischen oder sonst einen Pop und “Moe” bleibt für mich immer der Dicke von den Drei Stooges. Anime und ich sind nicht kompatibel. Lediglich Studio Ghibli schafft es irgendwie immer wieder, dass ich mir deren Filme sogar ins Regal stelle. Eigentlich ja in erster Linie als Filmereignis für meine Tochter, aber am Ende immer auch ein Genuss für mich. Das trifft auch auf Kari-gurashi no Arietti zu, der aktuell in Deutschland auf Blu-ray erschienen ist. Weiterlesen
Schönes Puppentheater: Bunraku (Video on Demand)
Erwartet habe ich bei “Bunraku” einen Film in der Machart der Werke Kazuaki Kiriyas. Es wirkte dann aber wie ein Musical ohne Tanz- und Gesangseinlagen. Am Ende war es pure Poesie mit zünftigen Keilereien. Also eine Mischung aus “Goemon”, “Singing in the Rain” und “Zwei Fäuste für ein Halleluja”? Irgendwie schon. Weiterlesen
Film: Red State (Video on Demand) (3)

In der Vorfreude-Phase auf Kevin Smiths neuen Film “Red State” erlebte ich ein interessantes Phänomen. Egal, wo ich meiner Freude auf den näherrückenden Release des Films Ausdruck verlieh, wurde versucht mir Wind aus den Segeln zu nehmen, mit dem Hinweis, es sei leider kein typischer Kevin Smith Film. Zeitreise einige Jahre zurück: ein Blogger (damals noch selten), ich, sitzt nachts vor dem Computer und liest ein Interview mit Kevin Smith, der über ein zukünftiges Filmprojekt “Red State” spricht und es einen etwas anderen Horrorfilm nennt. Punkt. In meinem Kopf war sofort eins klar: das wird wohl kein typischer Kevin Smith Film. Weiterlesen
Film: Rise of the Planet of the Apes (Kino) (1)
Lange bevor Hollywood das Reboot-Prinzip lieben gelernt hat, war es das Unwort “Prequel”, mit dessen Hilfe die Lizenz- und Franchise Kühe auf ein Neues gemolken werden konnten. Welches von beiden nun Tim Burtons weitgehend uninspirierter “Planet der Affen” Film war, kann ich gar nicht sagen, denn alles was davon hängen blieb, war ein von Tim Roth saugut gespielter Menschenaffe namens Thade. Der neueste Zuwachs der Serie, glücklicherweise kein Reboot, sondern eine recht plausible Erklärung, wie es zu den Ereignissen im ersten “Planet der Affen” kommen konnte, drohte bereits im Vorfeld kläglich zu scheitern. Die hochgehängte Messlatte eines unsterblichen Klassikers, ein Trailer mit viel zu offensichtlichen Computeranimationen, und zumindest hierzulande ein Titel, den ich an dieser Stelle absichtlich ignoriere und inständig hoffe, dass der Verantwortliche bereits seine Papiere erhalten und seinen Posten verlassen hat. Umso überraschter war ich, als der Film nach der ersten Sichtung auf Platz Eins meiner bisherigen Kinofavoriten 2011 schoss. Weiterlesen





