
Bei dem Begriff Mockumentary zuck ich erst mal immer ein wenig zusammen. Er erinnert mich an die anstrengenden 90 Minuten, die ich im Kino bei “I’m still here” mit Joaquin Phoenix als abgehalftertem Schauspieler und “begnadetem” Sänger verbracht habe. Ganz unähnlich ist das Thema des britischen Films “The Trip” nicht. Es macht aber deutlich mehr Spaß, einem Steve Coogan mit Manchester Akzent beim Bewältigen seiner Midlife-Krise zuzuhören, als einem Joaquin Phoenix mit Handtuch auf dem Kopf. Und singen kann er auch besser. Weiterlesen
Film: The Trip (1)
Film: Kari-gurashi no Arietti (Blu-ray) (4)
Warum tue ich mich eigentlich so schwer mit Animes? Als dezent japanophiler Nerd sollte man doch eigentlich schon begeistert sein, wenn die Augen der Akteure größer sind als deren Hände. Ist bei mir aber nicht so. Ich finde auch die oft damit einhergehenden J-Pop Soundtracks genau so belanglos wie deutschen, englischen oder sonst einen Pop und “Moe” bleibt für mich immer der Dicke von den Drei Stooges. Anime und ich sind nicht kompatibel. Lediglich Studio Ghibli schafft es irgendwie immer wieder, dass ich mir deren Filme sogar ins Regal stelle. Eigentlich ja in erster Linie als Filmereignis für meine Tochter, aber am Ende immer auch ein Genuss für mich. Das trifft auch auf Kari-gurashi no Arietti zu, der aktuell in Deutschland auf Blu-ray erschienen ist. Weiterlesen
Schönes Puppentheater: Bunraku (Video on Demand)
Erwartet habe ich bei “Bunraku” einen Film in der Machart der Werke Kazuaki Kiriyas. Es wirkte dann aber wie ein Musical ohne Tanz- und Gesangseinlagen. Am Ende war es pure Poesie mit zünftigen Keilereien. Also eine Mischung aus “Goemon”, “Singing in the Rain” und “Zwei Fäuste für ein Halleluja”? Irgendwie schon. Weiterlesen
Film: Red State (Video on Demand) (3)

In der Vorfreude-Phase auf Kevin Smiths neuen Film “Red State” erlebte ich ein interessantes Phänomen. Egal, wo ich meiner Freude auf den näherrückenden Release des Films Ausdruck verlieh, wurde versucht mir Wind aus den Segeln zu nehmen, mit dem Hinweis, es sei leider kein typischer Kevin Smith Film. Zeitreise einige Jahre zurück: ein Blogger (damals noch selten), ich, sitzt nachts vor dem Computer und liest ein Interview mit Kevin Smith, der über ein zukünftiges Filmprojekt “Red State” spricht und es einen etwas anderen Horrorfilm nennt. Punkt. In meinem Kopf war sofort eins klar: das wird wohl kein typischer Kevin Smith Film. Weiterlesen




