Samurai: Way of the Warrior (Iphone) (4)

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Kurz und knapp im Test: Samurai – Way of the Warrior ist vielleicht DAS Chambara Spiel für Apples Iphone schlechthin. Das ist aber auch nicht schwer, bei der Konkurrenz. Anfangs ist es beinahe perfekt, bis wir die ersten drei Kapitel hinter uns gebracht haben und wir von den Defiziten der Soft- und Hardware hinterrücks erschlagen werden. Wie unser namensgebender Samurai im Spiel selbst.

Alle guten Samurai-Spiele haben ihn, den Modus in dem wir uns allein einer Übermacht an Gegnern stellen und nur das eine Ziel kennen, sie alle niederzumachen. Mit Samurai – Way of the Warrior dürfen wir nun auch auf dem Iphone den blutigen Pfad des Schwertes gehen und das konsequent und ohne Kompromisse. Wir lenken unseren einsamen Krieger durch wunderschön gezeichnete, aber auch nicht großartig abwechslungsreiche Landschaften, indem wir simpel mit dem Finger auf die Stelle zeigen, zu der er laufen soll. Stellen sich uns Gegner in den Weg, ziehen wir automatisch das Schwert und wischen mit dem Finger Kombinationen mit bis zu drei Schlägen auf den Schirm. Einfach, effektiv und absolut intuitiv. Mit wenigen Handgriffen schlagen wir Schneisen in ganze Gegnergruppen, teilen Widersacher in der Mitte durch oder lassen Köpfe fliegen. Sieben Kapitel gilt es zu überstehen. Werden wir zwischendurch erschlagen, holen uns großzügig verteilte Rücksetzpunkte wieder zurück ins virtuelle Leben.

Zwischen den Kapiteln folgen wir der Geschichte in Form eines sehr gut gezeichneten Comics, und im Dojomodus schlagen sich emsige Schwertveteranen gegen nicht enden wollende Wellen immer stärker werdender Krieger. Schade: es ist zwar möglich Gegner mit einem einzigen Schlag zu töten und auch Konter wurden ins Spiel integriert, wie diese beiden Features aber richtig zu nutzen sind, wird nirgends erklärt. Ab dem vierten Kapitel werden unsere Gegner außerdem derart zäh, dass man meinen könnte, unser Samurai wäre mit einem hölzernen Zahnstocher unterwegs. Zehn bis zwölf Schläge steckt der Gegner hier schon mal ein. So kommt kein richtiges Schwertgefühl auf. Da hilft es auch nicht, wenn neue Gegner ab und an schon mal unter unserem Finger, der unseren Helden navigiert, hervorspringen wie Ninja aus dem Gebüsch. Aber das ist schlicht ein Hardware Defizit und eben ein Nachteil wenn der Touchscreen mit einem Finger bedient wird.

Letztendlich hat Samurai – Way of the Warrior einiges an Potential verschenkt. Wer einmal das verfluchte vierte Kapitel überstanden hat, welches in keiner Relation zu den nachfolgenden Abschnitten inklusive dem Endgegner steht und das Spiel beendet hat, wird sich allenfalls noch ein paar mal der Herausforderung des Dojos stellen. Auf der anderen Seite kostet das Spiel wieder nur einen Apple und ein Ei. Also was solls. Kaufen: App-Store Link.

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Über Torsten

Kind im Mann, Videospieler, Liebhaber von Filmen im Originalton, Grob- und Feinschmecker, Vater.

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4 responses to “Samurai: Way of the Warrior (Iphone)

  1. Peter Sho! Latour

    “kostet das Spiel wieder nur einen Apple und ein Ei”

    Wunderschön! :)

  2. Der Grat zwischen Kalauer und Wortspiel ist schmal, aber da konnte ich einfach nicht anders ;)

  3. Es gibt jetzt übrigens auch ein Iphone Brawler zum anstehenden westlichen Release von Way of the Samurai 3 für PS3 und Xbox360 im Oktober. Das werde ich mir mal heute Abend anschauen.

  4. FranUnFine

    Für Samurai gibt es übrigens einen Patch, der angeblich auch das Bancing fixt, aber ich seh das nicht so. Da kamen die Rothüte, und dann war ich platt.^^

    Gut, da müsste man kontern, aber das ist irgendwie nicht unbedingt leicht.

    Dummerweise registiert das Spiel manchmal die Bewegungen nicht so recht… den recht-links-Streich nimmt es eigentlich nie an. :(

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