Videospiel: Ôkami (PS2) (1)

Im Februar ist es soweit. Einer meiner absoluten Videospielfavoriten 2006 erscheint nach viel zu langer Zeit endlich auch in Europa: Ôkami. Das Adventure um den Sonnengott Amaterasu in Gestalt eines weißen Wolfs weiß wirklich in jeder Hinsicht zu bestechen. Dabei ist es nicht der wunderschöne und einzigartige Zeichenstil, die bezaubernde Musik, der ausbalancierte Schwierigkeitsgrad oder die vielen Nebenmissionen, die euch konstant bei der Stange halten. Vielmehr ist es die Atmosphäre die aus all den leckeren Zutaten einen wunderbar köstlichen Abenteuer Mix zaubert und der dieses Gefühl tief im Herzen eines Videospielers weckt, das bislang eigentlich nur der spitzohrige Rinku in den zahlreichen Zelda-Abenteuern erreicht hat.

Ôkami bedient sich der Shinto-Mythologie und schöpft, was deren Kreativität in Sachen Sagen- und Kreaturenvielfalt angeht, aus den Vollen. Und es sind einige dieser Kreaturen die euch auf eurem steinigen Weg begegnen, bevor ihr dem achtköpfigen Orochi ein für alle Mal den Gar aus macht. Immer mit einem Rat zur Seite steht euch dabei der kleine Isshun, ein wandernder Künstler auf der Suche nach den astralen Pinselkünsten und der mit ihnen einhergehenden Erleuchtung. Zusammen mit dem flohgleichen Wicht in eurem Pelz zieht ihr durch das schöne Nippon und erlernt die besagten Malkünste um sie gegen das lauernde Böse einzusetzen.

In Capcoms Abenteuer seit ihr nämlich nicht nur auf eure Pfoten und die scharfen Zähne angewiesen. Mit Druck auf die R1 Taste wird das Spielgeschehen eingefroren und ihr könnt mit einem riesigen Pinsel magische Zeichen auf den Bildschirm schmieren. Auf diese Weise erschafft ihr Bomben, erschlagt Gegner oder erzeugt zum Beispiel einen heftigen Windstoß. All die Sachen, die Götter eben so tun.

Zwischendurch quatscht man sich genretypisch durch allerlei aberwitziges Volk, immer auf der Suche nach dem nächsten Hinweis um die Story voranzutreiben. Und wenn man dazu gerade mal keine Lust hat? Dann hilft man vielleicht dem örtlichen Magistrat beim dingfest machen eines flinken Diebes, arbeitet Listen von gesuchten Dämonen ab und erledigt diese, fängt gigantische Fische für die lokale Küche oder hilft dem ortsansässigen Schneider beim Aufspüren des neuesten Modetrends. Oder ihr schleimt euch beim Wild ein und verteilt lecker Futter und erkauft euch so die Zuneigung der tierischen Bewohner. Es gibt viel zu tun.

Am Ende gibt es dann auch je nach erfüllten Aufgaben verschiedene Belohnungen für den nächsten Durchgang. Der nächste Durchgang? Wohl nur für all diejenigen ohne reelles Leben. Dann doch lieber gleich versuchen alles auf 100% zu bekommen. Deswegen hier ein kleiner Tipp von mir: die Arche gegen Ende des Spiels lieber erst betreten, wenn im Land wirklich alles erledigt ist. Später bekommt ihr dazu keine Gelegenheit mehr.

Ôkami ist als US- und Japanversion für die Playstation 2 erhältlich und erscheint am 9. Februar auch in Deutschland.

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Über Torsten

Kind im Mann, Videospieler, Liebhaber von Filmen im Originalton, Grob- und Feinschmecker, Vater.

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One response to “Videospiel: Ôkami (PS2)

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    Ich muss ja gestehen, dass ich nach den 20 Minuten Nicht-Abbrechbares-Intro keinen Bock mehr hatte. ^_^ Aber ich habe es auch nur bei einem Freund gesehen.

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