Erweiterung: Fable II – See the Future

Die Zukunft!

Murgo, der fahrende Händler aus dem Fable II Prolog ist wieder da und hat den Wagen voll mit verfluchten Waren. Wie schon damals die Spieluhr, sollen uns auch die anderen Gegenstände, die wir gegen einen kleinen Obolus von ihm erwerben, in neue Abenteuer verstricken. Nach Knothole Island liefert Lionhead das zweite Zusatzpaket für Fable II zum Download über Xbox Live ab.

Sind zwei, drei Stunden Spielzeit für einen Zusatzdownload okay? Das kommt vor allem auf die Natur des Hauptspiels an. Der Epilog zu Prince of Persia beispielsweise hat sich für mich voll und ganz gelohnt. Das Hauptspiel fesselte mich bei mehreren Durchgängen wohl so an die zwanzig Stunden. Der Zusatzdownload fügte, ebenfalls mehrmals durchgespielt, noch einmal vier bis fünf hinzu. Da kann man nicht meckern. Bei Fable II, ein Spiel in dessen Welt ich sicher schon über hundert Stunden verbracht habe wirken zwei, drei Stunden wie ein Tropfen auf dem heißen Stein.

Wie schon bei Knothole Island betreten wir auch bei See the Future neues Terrain. Oder altes Terrain in einer anderen Zeit. Das ist nett, ist aber dann vertane Liebesmüh, wenn man nach ungefähr drei Stunden und allen vollendeten Aufgabe keinen Grund mehr sieht, in diese neuen Gegenden zurückzukehren. Man vergisst sie. So wie ich Knothole Island längst vergessen habe und nicht mehr besuche. Schade.

Zwei, drei neue Quests zu bekommen ist löblich, was ich und andere Fable II Spieler aber wirklich brauchen, sind neuer Ansporn, das alte und geliebte Albion weiterhin zu bereisen! Neue und vor allem herausforderndere Jobs, die uns immer wieder in die Tiefen des Brightwood Forests führen. Neue Monster, die fortan in der Wraithmarsh ihr Unwesen treiben und danach verlangen, ausgerottet zu werden. Neue Schätze, die zahlreich über das Land verteilt sind und von uns gefunden werden wollen. Stoff, der uns nicht nur zwei, drei sondern zehn, zwölf Stunden fesselt und im Grunde weit weniger Aufwendig in der Herstellung ist, als komplett neue Orte.

Mit der letzten Quest in See the Future, das Kolosseum, wollte Lionhead einen Ort schaffen, den wir immer wieder besuchen sollten. Im Entwicklertagebuch beschrieben sie es als neue Herausforderung für den Spieler. In Wahrheit wird aber vor allem Spiel und Technik, sowie unsere Geduld herausgefordert, wenn wir aus allen Rohren auf zahllose Gegner, Schalter und Hühner schiessen, wild um uns schlagen und mit unserer Magie umher werfen. Da ist die Luft bereits nach wenigen Durchgängen komplett raus.

Was bleibt sind also weitere Orte, die wir schnell vergessen werden, ein Blick in die Zukunft, dessen Aussage bereits jeder Spieler hätte erahnen können und die Erkenntnis, wie viel Spaß es doch mal gemacht hat, mit wichtigen Aufgaben durch Albion zu streifen. Damals, als das neue und spannende in unserem Fable II Leben nicht enden wollte. Hach!

See the Future ist für 560 Microsoftpunkte auf dem Xbox Live Marktplatz zu haben.

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Über Torsten

Kind im Mann, Videospieler, Liebhaber von Filmen im Originalton, Grob- und Feinschmecker, Vater.

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