The Ultimate Compendium of Really Cool Cars #4 (2)

Lang, lang ist’s her, da erwischte ich doch tatsächlich mal wieder einer europäische Legende auf Berliner Straßen. Ein Citroën SM stand unschuldig auf einem Parkplatz, als die gemeine Frau mit ihrer schlechten Kamera hinterhältig Bilder schoss! Doch halb so schlimm, denn das wunderbare Fahrzeug war frisch geputzt. Nicht weiter verwunderlich bei einem Klassiker wie diesem. Im Gegensatz zu den anderen bisher im Kompendium vorgestellten Autochen handelt es sich nämlich hierbei um ein tatsächlich “anerkanntes” Sammlerstück, auch wenn es nicht unbedingt jeder zu schätzen wüsste.

Die spirituelle Nachfolgerin der Göttin (Citroën DS, ne wahr – deésse ist französisch für Göttin – nicht dass ich Französisch könnte) und das damals angeblich schnellste frontgetriebene Auto der Welt kam – wie für den gallischen Hersteller durchaus üblich – mit einigen Finessen: Gegenüber der DS-Version weit verbesserte schwenkbare Frontscheinwerfer für optimale Kurvenausleuchtung, das ganze aerodynamisch unter Glas verpackt. Dies verursachte übrigens mit dem TÜV so einige Schwierigkeiten, wie man hört. Die Fernlichter waren zu hell (und schwenkbar!), mussten zuerst abgedeckt werden, und das Glas über dem Nummernschild ging sowieso mal gar nicht. Erst 1971, ein Jahr nach Einführung der SM, durfte man das Auto endlich so fahren, wie es gedacht war.
In den späteren Modellen der Marke perfektioniert, kam bei der SM zum ersten Mal eine geschwindigkeitsabhängige Servolenkung zum Einsatz, revolutionär!

Das Gerücht, das Kürzel SM stünde dafür, dass Fahrer des Klassikers einen gewissen Hang zur Schmerzen hätten, stammt daher, dass das eigentliche Aushängeschild des Wagens, der Sechszylinder-V-Motor von Maserati, äußerst anfällig war (wie es sich für einen italienischen Motor gehört *hüstel*). In Wirklichkeit dürfte es aber wohl am ehesten für “Serie Maserati” stehen, denn diesen Namen trugen die Konzeptwagen – er fiel aber Kürzungen zum Opfer, und so machen heute lediglich die kleinen Maserati-Krönchen auf das ungewöhnliche Herz des Wagens aufmerksam. Dass das fast vergessene Auto wieder an Popularität gewonnen hat, merkt man übrigens daran, dass hippe Labels die Cover ihrer Platten mit der Ansicht des nur knapp 13.000 Mal produzierten Sportschiffs versehen.

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2 responses to “The Ultimate Compendium of Really Cool Cars #4

  1. KGenjuro

    Ein Franzose mit italienischem Motor? Ich glaub es hackt! ;)

  2. FranUnFine

    Das liegt daran, dass Maserati damals zu Citroen gehörte, und noch nicht zu Ferrari.

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