
Regionale Sperren bei Videospielen können ihre nachvollziehbaren Gründe haben. Wenn etwa Firmen wie Electronic Arts, mit Zweigstellen in allen Teilen der Erde, nicht wollen, dass Europäer ihre US-Versionen importieren. Das sind potentielle Kunden, die der europäischen Zweigstelle später fehlen. Warum aber Nischentitel wie Raiden Fighters Aces auf der Xbox 360 nur auf japanischen Konsolen laufen, weiß wohl nur der Verantwortliche selber. Hier darf Entwickler Success mit Tränen in den Augen über den mickrigen Verkaufszahlen im eigenen Land sitzen, während sich in anderen Teilen der Welt eine eingefleischte Shootergemeinde wie hungrige Tiere auf den Titel stürzen würden. Wenn er denn auf ihrer Konsole laufen würde. Und während Titel wie Raiden Fighters Aces vielleicht irgendwann mal aus Versehen doch noch von einem verrückten Vertrieb hierzulande herausgebracht werden, ist das bei Titeln wie dem gerade erschienenen Deadliest Catch Alaskan Storm, dass es derzeit nur in den USA für die 360 gibt und wohl auch nur dort lauffähig ist, kaum der Fall sein. Dabei würde ich liebend gerne mit einem Kutter über die Bering See schippern und Stürmen trotzen. Wieder ein potentieller Kunde, der leider ausbleibt. Das ist nicht nur unlogisch, das ist auch nicht fair.
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