Durchgespielt: Deniable Ops Hunter (Xbox360)

Puh! Nach Wochen ist es mir gestern endlich gelungen, das von mir so ersehnte “Master Hunter”-Achievement in Splinter Cell: Conviction zu ergattern (“Alle Hunter Mission auf dem Schwierigkeitsgrad “Realistic” abschließen”). Wochen? Ja. Und das nicht etwa, weil die Überwachungskameras auf “Realistic” so verdammt zickig, die Wachleute so verdammt aufmerksam und ihre Kugeln und Granaten so verdammt tödlich sind. Nein, der wahre Feind im “Deniable-Ops Hunter”-Modus war meine knappe Freizeit und die fehlende Speicher-Option.

Fünf bis sechs Abschnitte umfasst jede der sechs umfangreichen Karten, auf denen es gilt, je 10-12 Gegner so leise und unauffällig wie möglich zu neutralisieren. Fallen wir auf, kommt einmalig die selbe Menge hinzu, alle sind ziemlich aufgeregt und Taschenlampen werden eingesetzt. Werden wir dann erwischt und getötet, fangen wir das aktuelle Kapitel wieder von vorne an. So kann eine Karte schonmal ein bis zweieinhalb Stunden dauern. Das Spiel macht zwar fleißig einen Autosave zwischen allen Abschnitten, der Fortschritt einer Mission wird so aber leider nicht gesichert. Jede Karte muss in einer Session durchgespielt werden. Nur, wann habe ich diese Zeit zum Spielen wirklich? Höchstens am Wochenende. Unter der Woche erst, wenn alle Kinder im Bett sind und ich über eine Stunde den bohrenden Blick meiner Frau hinnehme, weil ich ein Spiel spiele, das den Namen Tom Clancys auf der Packung trägt. Einfach ist das nicht.

Ich glaube nicht, liebe Leute von Ubisoft, dass es den Spaß, den dieser Modus bereitet, geschmälert hätte, könnte man jedes Kapitel der sechs Episoden einzeln absolvieren. Im Gegenteil. Mit einer Zeit- oder Punkte-Bestenliste versehen, wäre mit einzelnen, anwählbaren Kapiteln sogar noch mehr Potential genutzt worden. Egal. Vielleicht beim nächsten Teil. Und all die sorglosen, jungen Hardcore-Spieler, die das “Master Hunter”-Achievement in einer Nacht erspielen und nächsten Morgen im Büro einfach mal zwei Tassen Kaffee mehr trinken um wieder fit zu sein, hat es wohl eh nicht gestört. Ich für meinen Teil widme mich die nächsten Wochen nun dem “Infiltration”-Modus. Also alles noch mal von vorn. Wäre da bloß nicht dieser Blick. Puh.

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Über Torsten

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